Starker Auftritt beim Ironman 70.3
...vorab muss ich mich bei meinen treuen Lesern für meinen späten Blogentry entschuldigen. Meine letzte Woche gestaltete sich äußerst stressig mit dem Finale meiner Diplomarbeit für Eventmanagement. Aber nun zum Rennen: Über 100Pros hatten genannt. 2500 Starter insegsamt. Es war mein 2. Start als Profi. Die Aufregung war da, keine Frage. Neben mir standen einige der weltbesten Männer. Ein Starterfeld das nur von der WM etwas getopt wird.
07:00- Action! Waschmaschinenfeeling, Schläge, Tritte und 100% Manpower. :-) Von Beginn an fühlte ich mich Spitze und konnte schon am Anfang einige Konkurrenten hinter mir lassen. Nach dem ersten von zwei Seen enstieg ich als geschätzer 8. kurz hinter Faris al Sultan aus dem Wasser. Zu dem Zeitpunkt auch erster Österreicher. Im zweiten See konnte ich meine Position auch lange verteidigen bis schließlich ein entscheidender Vorfall mein perfektes Rennen verhindern sollte. Am Rückweg zum Landausstieg öffnete jemand im Eifer des Gefechts meinen Neoprenanzug. Die Folge war Wassereintritt, ein bleischwerer Arm, und der Verlust der Spitzengruppe. Wie auch letztes Jahr waren es rund 20sec. die nach vorne fehlten. Diesmal jedoch auf die Spitzengruppe, nicht die Verfolgergruppe... Am Rad pulverte ich zu Beginn, was die Beine hergaben. Vollgas. Doch ein Mix aus Realert, Al Sultan, Ospaly und einige andere ließen die Gruppe bald aus meinem Horizont verschwinden.
Auf der Autobahn fuhr ich die ersten 20km mein einsames Rennen. Immer mit Blicken nach den Verfolgern. Dann kam er auch. Express Zug Nummer 2! Mit Michael Göhner, Massimo Ciganga und Georg Swoboda an der Front. Diesmal verpasste ich diesen nicht. Am zweiten Anstieg Richtung Gansbach kristallisierten sich dann schnell Passagiere von Motoren heraus.
In der T2 angekommen hatten wir nur einen Rückstand von 2min auf die Spitzengruppe. Das Radfahren war richtig hart! Beim Laufen spürte ich dann die Vorbelastung und lief dennoch einen soliden 1:20 Halbmarathon. Resultat war ein 18. Gesamtrang. Mit lediglich 12min Rückstand auf den wohl derzeit schnellsten Man der Welt, wovon fast 10min allein beim Laufen fielen. Ich denke man kann erahnen wo die Schwerpunkte in den nächsten Wochen liegen werden...
Mein Fazit fällt dennoch sehr zufiredensellend aus. Beim Schwimmen und Radfahren bin ich mit der Weltspitze fast auf Augenhöhe. Meine Schwimmleistung war aber wohl die größte "Überraschung".- nach einigen weiteren Killereinheiten von "Kosters best of" (Koster= Schwimmcoach) konnte ich mich erneut richtig steigern. Auch beim Radfahren konnte ich erneut ein paar Durchschnittswatt heraufschrauben.
An dieser Stelle müssen einmal mehr die Spectators erwähnt werden ;-) Die Stimmung scheint sich von Jahr zu Jahr zu übertreffen. Geil wars!
Coming up next: am 16.06.2012 die ÖM über die Kurzdistanz.
Euer Philipp
